Mit der 125er nach Zentralasien

Der größte Fehler, den man bei einer Reise machen kann,  ist: 

nicht Aufzubrechen.

 

                Ein Jahr vor meinem geplanten Aufbruch, finde ich mich mit einem eingeklemmten Meniskus im linken Knie in einer Klinik wieder und harre nach der Arthroskopie auf Genesung...

Sehnsuchtsvoll und bang zugleich schaue ich auf den 23. Mai 2018, den Tag, an dem ich mit meiner Honda XR 125 L- einer kleinen leichten Reise Enduro - gen Osten aufbrechen will.

Ein lang gehegtes Projekt, dessen Gestaltung sich mit der Zeit verändert hat; von der Idee einer Fernwanderung durch Russland begleitet von einem Muli zu einer Tour mit meinem kleinen Motorrad durch Polen, die Ukraine, Russland, Kasachstan, Kirgistan, über den legendären Pamir Highway in Badachstan und Tadschikistan, weiter durch Usbekistan, Turkmenistan, den Iran, die Türkei und entlang der kroatischen Mittelmeer Küste wieder zurück nach Deutschland.

 

           


Wenn Eine eine Reise tut...

Der lange wundervolle Weg

Vor einer Reise

steht die Frage nach Weg und Ziel.

Da ich nicht nur kurz mal um den Edersee cruisen will ist Vorbereitung angesagt.

Die Erste bin ich nicht; Zentralasien lockt so manchen Abenteurer. Da wird auch einiges ins Netz gepostet. Eine knackige Zusammenfassung der Ein- und Reisebedingungen finde ich eher nicht auf einer Seite. Die Bedingungen ändern sich und müssen beim Auswärtigen Amt jeweils aktuell angefragt werden. Dass ich als Frau im Iran besser das Haar bedecke und für den Visumsantrag gerne auch ein entsprechendes Foto einreiche, damit der Antrag sicher bearbeitet wird, erfahre ich eher zufällig.

Eine Auflistung der wichtigsten Infos zur Einreise in das jeweilige Land wäre daher als Basisinformation für Interessierte sinnvoll;  sie ändern sich allerdings aufgrund der politischen Reibungen häufig.

Packlisten findet ihr bei mir nicht, davon gibt es viele - unter anderem als Produktwerbung - im Netz.

Da bin ich, wie auch beim Wandern, Minimalistin. Dafür bevorzuge ich hohe Qualität. Die ersten Klamotten aus dem outdoor Laden trage ich ohne Qualitätseinbuße nach 10 Jahren beim Wandern immer noch. Das hilft vielleicht auch ein bisschen der Umwelt.

Kurz vor einer Reise

01.05.2018

Zelt, Daunenschlafsack, Seidenschlafsack, Isomatte, Liegeunterlage, Klamotten, Notfallset, Kochutensilien, Waschzeug, Karten, Ersatzteile, Wäscheleine, Pfefferspay, Regenkleidung, Starthilfe, WD 40 zum Reinigen und Schutz der Metallteile am Motorrad, weißes Kettenfett, 1 Rolle Klopapier, Unterlagen vom Carnet de Passage und der Auslandsreisekrankenversicherung, Kopien der wichtigen Daten, Tagebuch, Aufladegeräte und Batterien... so langsam verschwindet alles in den Tiefen der Packtaschen. Das Hilleberg ist getestet. Noch steht eine Inspektion der Honda bevor mit Ölwechsel und dem An-und Einbau verschiedener Teile, ein paar letzte Stunden Russisch- und Persisch  Unterricht, die Versorgung der bei mir ansässig gewordenen Dorfkatzen muss geregelt werden, auch die Betreuung von Haus und Hof, das Iranvisum muss in den Reisepass damit Turkmenistan die Einreisegenehmigung erteilt. In den letzten Tagen vor meinem Aufbruch werde ich hoffentlich den Reisepass mit allen Visa in meinen Händen halten.

Die Aufregung steigt; ich schlafe trotzdem gut in den Nächten. Bin dankbar für die Sauberkeit meiner Schlafstatt und den Frieden, in dem ich leben darf und das saubere Trinkwasser aus dem Hahn.

Die Reise beginnt

 

23.05.2018

         So war das geplant. Aber wie es im Leben immer zugeht: das Eine ist die Planung. Das Andere die Wirklichkeit.

Nachdem der Iran sein Visum zügig rausgerückt hat ziert sich nun Turkmenistan. Das Visum wird voraussichtlich erst am 25.5. fertig sein. Dann kann ich den Pass in Berlin  holen und hoffentlich am 26. Mai losfahren.




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Der Film
Der Film

Jetzt also ist es soweit: der Film über meine Reise gen Osten kommt ins Kino! 

Daran haben das Filmteam und ich zwar nie gezweifelt, aber mitunter ist die Realität doch ein wenig komplizierter als  nötig...

Bundesstart ist im September 2019. 

Und das Reisen geht weiter...

Wir hören voneinander. 

 

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